Renn- / LeistungsrudernMehr als nur Rudern

Rudern ist nicht gleich Rudern. Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Ausübungsformen - das Rennrudern und das Wanderrudern. Rudertechnik und Ruderbewegung sind in beiden Formen gleich. Der Unterschied besteht lediglich in den Absichten der Ruderer. Im Rennenrudern ist möglichst schnelles, wettkampfmäßiges und bis an die körperliche Belastungsgrenze reichendes Rudern gefragt, während beim Wanderrudern der Natureindruck und die Überwindung einer längeren Distanz bei gleichmäßiger mittlerer körperlicher Belastung im Vordergrund stehen. Beides wird bei uns praktiziert und zwar in allen Alterskategorien, vom jugendlichen Trainingsmann bis ins Rentenalter. Das Rennrudern erfordert leichtes und schnittiges Bootsmaterial, im Wanderrudern werden bequemere und auch auf rauhes Wasser ausgelegte Boote benutzt. Der LRK verfügt über eine große Zahl an hochwertigen Renn- und Wanderruderbooten. Für das Rennrudern steht uns ein Trainer zur Seite, der unsere Jugendlichen und jungen Männer auf die Wettkämpfe vorbereitet. Von den Alten Herren mit Rennsportambitionen wird erwartet, dass sie sich selbst trainieren. Natürlich muss man sich nicht auf die eine oder andere Ausübungsform festlegen. Viele betreiben beides, Renn- und Wanderrudern.

Das Rennrudern

Die Trainingsvorbereitungen auf die kommende Regattasaison (April-Oktober) beginnt für unsere Jugendlichen und jungen Männer schon im Winter und zwar unter Anleitung eines geprüften Trainers. Es gilt, im Winter vor allem Kraft und Ausdauer zu trainieren. Langstreckenlauf, Hanteln, Kraftübungen mit Gewichten und Ruderergometerfahren gehören zum Trainingsprogramm. Im Sommer findet das Training im wesentlichen auf dem Wasser statt, wo dann zusätzlich noch an der Rudertechnik gefeilt wird. Der Trainingsstand wird auf zahlreichen Regatten in ganz Deutschland auf die Probe gestellt. Wer im deutschen Rudersport in die Spitze vordringen möchte, muß mit mindestens 4-5-mal Training pro Woche rechnen. Im Bereich des Deutschen Ruderverbandes findet sich die wohl weltweit größte Leistungsdichte in den Jugend- und Männerklassen. Daher stellen sich größere Erfolge meistens erst ab dem 2. Trainingsjahr ein. Die Leistung kann zudem nur behutsam aufgebaut werden, da Rudern zu den Ausdauersportarten gehört.

Unsere Trainingsleute erhalten die Trainerbetreuung kostenlos!

Auch die Alten Herren haben reichlich Gelegenheit, ihre Kräfte auf zahlreichen Regatten zu messen. Die Trainingsplanung ist recht individuell und richtet sich im wesentlichen nach den zeitlichen Möglichkeiten der einzelnen Mannschaftskameraden. In der Alt-Herren-Klasse können durchaus junge Männer ab 27 Jahre starten. Voraussetzung ist lediglich, dass sie nicht in der gleichen Saison auch noch in der Männerklasse starten. Da sich in den jüngeren Alt-Herren-Klassen oftmals ehemalige Trainingsleute mit ausgezeichneter Kondition wiederfinden, werden hier häufig sehr rasante Rennen mit beachtlichen Zeiten gefahren.