Vierwaldstättersee 2016

Auf der der schönsten Regattastrecke der Welt, dem Rotsee in der Schweiz konnten schon viele Klubmitglieder sportliche Erfolge erringen. Warum also nicht einmal eine Wanderfahrt auf dem benachbarten Vierwaldstättersee?

Kaum hatte ich es ausgesprochen, meldeten viele Klubkameraden ihr Interesse an. Als Trainer ist man gewohnt schnell die besten herauszufiltern und eine leistungsstarke Truppe zusammenzustellen.

Zum Cheforganisator wurde Ulli Br. und Herman St. als Leiter der Equipe verpflichtet. Beim abschließenden Stresstest konnten Georg Sc. und Stefan Pr. souverän die heiß begehrten letzten freien Plätze erkämpfen.

Über seine internationalen Verbindungen knüpfte Ulli zum See-Club Luzern blitzschnell einen Kontakt.

Mit 2 Olympiateilnehmern und insgesamt 9 Kaderathleten gilt der See-Club Luzern als der stärkste Club der Schweiz.

Hier waren wir unter gleichen und wurden dementsprechend herzlich, zuvorkommend empfangen und von der Club Restauration in Person von Fritz Bräker und Esther Rimer köstlich verpflegt.

Von Bruno Roelli (Leiter Sport) gab es einige Tipps zu den Touren, und er erläuterte die Benutzung von Bootshaus und Vereinsgelände. An dieser Stelle herzlichen Dank an Bruno und dem See-Club für die Nutzungsmöglichkeit des Bootshauses.

Neben der gleichen sportlichen Ausrichtung hatten wir herrliches Wetter und konnten die eindrucksvolle Landschaft vom Wasser aus stundenlang genießen.

Vom Bootshaus aus unternahmen wir an den folgenden zwei Tagen Touren in die einzelnen "Zipfel" des Sees, wie Küssnacht und Brunnen. .Etwas störend waren die vielen Motorbootwellen. Da es aber alles von mir selektierte Kameraden waren, konnten wir alle angestrebten Ziele im rhythmischen Wanderschlag erreichen.

Weiterhin fiel in den von uns besuchten Vereinen auf, dass alles sehr gepflegt wurde und auch jeder Verein ein Bootsnutzungssystem auf den Booten hatte. Das System zeigte an welche Personengruppe (Trainingsleute, fortgeschrittene Breitensportler, Anfänger, Privatboote, Lagerplatz) das Boot nutzen darf.

Auch bei den Bootslagern gab es interessante Beschaffungsansätze für unsere neuen Bootshallen.

Nur ein Versäumnis ist einem Etappensteuermann unterlaufen: Gemäß der Binnenschifffahrtsverordnung müssen in der Schweiz außerhalb der äußeren Uferzone -über 300 m Abstand vom Ufer- Einzelrettungsmittel mitgeführt werden. Was für ein Verlust hätte hier für den Klub entstehen können. Ist das schon der neue Mahlmann?

Alles in allem eine gelungene Fahrt, die auch den zukünftigen Austausch der Klubkameraden bereichern wird. Auch wenn die Weisheit "Rudern ist die teuerste Art unbequem zu reisen!" aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz diesmal zutraf.

Martin Curth