Rudern gegen Krebs 2022

Die diesjährige Benefizregatta war ein voller Erfolg, in jeglicher Hinsicht. Alles begann bei den Vorbereitungen, bei der mit neuen Gesichtern wie Volker Zähle als Nachfolger von Claus Feucht von der Stiftung „Leben mit Krebs“ diskutiert und organisiert wurde. Erste Hürden wurden mit Leichtigkeit genommen, so war beispielsweise die Auswahl der Farbe der T-Shirts eine schnell entschiedene Sache.
Meiner Meinung nach, eine der besten Farbauswahlen der letzten Jahre .

Weiter ging es für mich persönlich mit der Organisation des Lübecker Patienten-Teams, welches dieses Jahr durch Gesine Walter mit viel Hingabe und Eifer auf die Regatta vorbereitet wurde. In den vielen Trainingseinheiten gab es viel Input zur Verfeinerung der Technik, so wurden beispielsweise unzählige Startmanöver getestet, bis ins letzte Detail besprochen und wieder verworfen. Man kam zum Schluss, dass es dann „doch irgendwie passen wird“.

Eine sehr große Freude bereitete den Patienten die Nutzung des neuen Bootes „Nordstern“, welches bereits beim ersten Mal zu Wasser lassen durch seine Leichtigkeit beim Tragen und Ein- bzw. Aussteigen auffiel. Wann immer möglich, griff man auf die „Nordstern“ zurück.

Neben den Vorbereitungen des Patientenbootes, lief die Anmeldung für meine eigene Mannschaft, die „Sana HOTies“, auf Hochtouren. Das Ganze wurde verschärft, als eine interne Mail durch die Klinik ging, dass es bald keine Startplätze mehr geben würde. Bereits da zeichnete sich ein Rekord bei den Anmeldungen ab.


Schnell alles organisiert, starteten wir zusammen mit Gesine Walter unsere Trainings. Gleich fiel Gesine das Talent einer Teilnehmerin auf, welche zum allerersten Mal in einem Ruderboot saß. Die Euphorie des Rudersportes hatte die Teilnehmerin derart gepackt, sodass sich der LFRK wahrscheinlich bald über ein neues Mitglied freuen darf.

Der Tag der Regatta kam näher, so auch die letzten Vorbereitungen. Wie jedes Jahr fertigten einige Patienten aus dem Angebot „Sport mit Krebs“ die Ballon-Girlanden.
Die Erfahrungen der letzten 10 Jahre konnten eingebracht werden, sodass die Herstellung in einer Rekordzeit erledigt wurde.
Jetzt musste nur noch das Wetter mitspielen, welches in den letzten Tagen vor der Regatta immer mehr zum Gesprächsthema wurde. Nach doch etwas regnerischer Prognose, zeichnete sich der Samstagvormittag mit milden Temperaturen und Sonnenschein als perfekter Regatta Tag.

Die „pinken“ Teilnehmer und die Helfer in „grün“ leuchteten in den Sonnenstrahlen auf dem Bootsplatz. Schnell wurden noch die letzten Taktiken besprochen, ging es mit den ersten Rennen pünktlich los. Mein Team, die „Sana HOTies“ hatten nach einem fulminanten Auftaktrennen schnell bemerkt, dass es mehr als 20 harmonische Schläge benötigt, um ein Rennen zu gewinnen. Jedes Mal lagen wir gut im Rennen, bis der Rhythmus auseinanderfiel. So war unsere Regatta 2022 im Viertelfinale beendet.

Leider spielte das Wetter nicht den ganzen Tag mit, sodass es zu einer längeren Unterbrechung des Rennens kam. Diese Pause ließ sich hervorragend nutzen, um im Trockenen den neuen Caterer auszukosten. Mit etwas Glück zeigte das Regenradar eine positive Veränderung. Gestärkt konnten die Rennen wieder aufgenommen werden. Es war beeindruckend, wie die Mehrheit der Teilnehmer trotz Nässe, Kälte und Verspätung die Rennen weiter austragen wollte. Die Euphorie der Teilnehmer war zu spüren und Sätze wie „jetzt erst Recht“ machten die Runde. Ein sehr toller Moment!

Nach spannenden Finalläufen, neigte sich die Regatta 2022 dem Ende zu. Die Siegerehrungen der Einsteiger und Experten wurden durch die Ehrung der drei Patientenboote erweitert. Die Stimmung auf dem Podest war ein „Gänsehaut“ Moment, es wurde getanzt und gesungen, wie es sich für ein solches Event gehört.

Gerne möchte ich die Möglichkeit nochmals nutzen, und mich im Namen aller Patienten für die vielen helfenden Hände beider Klubs zu bedanken. Ohne ihre Hilfe könnten wir keine derartigen Momente schaffen, wie wir sie dieses Jahr erleben durften.

Herzlichen Dank!

Ihr Christof Degen-Plöger, Sana Kliniken Lübeck