Wanderfahrt der Studentengruppe zum Ratzeburger See

Es war ein windiger Morgen, als wir uns am Bootshaus an der Wakenitz trafen. Die Wettervorhersage
für die bevorstehende Wanderfahrt war nicht besonders berauschend, aber wir machten uns
trotzdem auf den Weg, die Wakenitz entlangzurudern. Mit zwei Gig-Vierern gingen wir aufs Wasser.
Es war erstaunlich warm für Oktober und ab und zu ließ sich tatsächlich mal der ein oder andere
Sonnenstrahl blicken. Die Stimmung war gut, das eine Boot war die meiste Zeit von Musik erfüllt,
während das andere es eher ruhig und entspannt angehen ließ.
Es war wenig los und wir hatten die meiste Zeit den Fluss für uns. Am Anfang erschwerte der Wind
das Vorankommen, doch als der Fluss schmaler wurde, hatten wir die meiste Zeit spiegelglattes
Wasser. Ein paar kleine Pausen zum Trinken und Durchtauschen der Plätze, sowie etliche Gespräche
später, befanden wir uns auf den letzten Kilometern zum Ratzeburger See. Die Wakenitz war
schmaler geworden, einige Bäume umgekippt und „der Amazonas des Nordens“ machte seinem
Namen alle Ehre. In Rothenhusen legten wir an und genehmigten uns ein verfrühtes Mittagessen mit
Blick auf den Ratzeburger See. Der Wind war nun wieder deutlicher zu spüren.
Nach der kurzen Pause ging es weiter, hinaus auf den See. Hier und da wurden schnell Stimmen laut
nicht mehr gegen den Wind rudern zu wollen, also drehten wir nach kurzer Zeit um und machten uns
mit Rückenwind auf den Weg zurück zum Bootshaus. Obwohl sie vorher fleißig mit Hirschtalg
eingecremt wurden, machten sich die Hände auf dem Rückweg zunehmend bemerkbar. Da sich die
Sonne mehr und mehr zeigte, begegneten wir immer mehr Kajaks, Kanus und SUP-Fahrern. Die
meisten wurden schnell überholt, doch ein ganz ambitionierter Fahrer holte uns in den Pausen
immer wieder ein, blieb Teile der Strecke an uns dran und forderte uns gelegentlich sogar zu
kleineren Zwischensprints heraus, sehr beeindruckend!
Zurück am Bootshaus verstauten wir die Boote und Skulls und machten uns auf den Weg zum
Ruderverein. Zum Abschluss schmissen wir, wahrscheinlich das letzte Mal in diesem Jahr, den Grill
an. Auch der leichte Regen konnte uns nicht abhalten und wir genossen das wohlverdiente Essen, das
ein oder andere Bier und die gute Gesellschaft. Nach und nach machte sich jeder erschöpft, aber
zufrieden auf den Weg nach Hause. Vielen Dank an Alex für die Organisation, wir hatten alle großen
Spaß und freuen uns schon auf die nächste Wanderfahrt!